Arbeiten im Westen der USA

Die USA ist ein klassisches Einwanderungsland. Seit Jahrzehnten bemüht sich das Land, den Zustrom an Zuwanderern zu begrenzen. Aus diesem Grund ist für den Zugang zum US-Arbeitsmarkt ein spezielles Arbeitsvisum erforderlich.

Bedingt durch die Wirtschafts- und Finanzkrise ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt in den USA trotz sinkender Zahlen angespannt. Besonders betroffen sind junge US-Bürger bis 25 Jahre. In diesen Bevölkerungsschichten liegt der Anteil der Arbeitslosen deutlich höher als bei älteren Bürgern. Regional gibt es Unterschiede in der Entwicklung. Im Westen ist die Arbeitslosenquote in Kalifornien und Nevada höher als in den Staaten an der Ostküste.

Um dauerhaft einer Arbeit in den USA nachgehen zu können, benötigen Sie eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, die sogenannte Greencard. Hoch qualifizierte Fachkräfte, Wissenschaftler und Ingenieure besitzen die besten Chancen auf diese Genehmigung. Als Alternative zur dauerhaften Arbeitserlaubnis können Sie bei US-Botschaft oder beim Generalkonsulat ein Arbeitsvisum für eine vorübergehende Beschäftigung beantragen. Als Grundlage dafür müssen Sie bereits einen Arbeitgeber in den USA gefunden haben. Dieser muss in den Vereinigten Staaten eine Petition auf eine Arbeitsgenehmigung für Sie einreichen.

Insgesamt gibt es in den USA zahlreiche verschiedene Arbeitsvisa-Kategorien für einen vorübergehenden Aufenthalt. Bestimmte Berufsgruppen wie Studenten, Journalisten, Wissenschaftler und Künstler erhalten spezielle Visa. Generell können Sie Ihren Urlaub im Westen der USA nicht mit der Ausübung einer Tätigkeit verbinden. Ein sogenanntes Working-Holiday-Visum gibt es nicht. Eine Ausnahme besteht für Personen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren, die im Rahmen von Summer-Works oder Travel-Programmen durch die Vereinigten Staaten reisen und nebenbei jobben oder als Au-pair für ein Jahr einer geregelten Tätigkeit nachgehen.

Das Gehaltsniveau differiert in den verschiedenen Landesteilen stark. An der Ostküste werden generell höhere Wocheneinkommen erzielt als im schwach strukturierten Süden, wo die Haupterwerbszweige in der Landwirtschaft liegen. Wenn Sie in den USA arbeiten, müssen Sie Einkommenssteuer zahlen. Die Steuer führt Ihr Arbeitgeber automatisch an das Finanzamt ab. Je nach Bemessungsgrundlage liegt die Steuer bei 10-35 Prozent. Zur Aufnahme einer Arbeit in den Vereinigten Staaten sind sehr gute Englischkenntnisse in Wort und Schrift Voraussetzung. In einem persönlichen Gespräch macht sich Ihr potenzieller Arbeitgeber von Ihrer Persönlichkeit und Ihrer Qualifikation ein Bild. Bewerbungen werden in den USA aus Gründen der Gleichberechtigung ohne Zeugnisse und Bild verschickt.

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