Wetter, Klima und Reisezeit in Brasilien

Da Brasilien über mehrere Klimazonen verfügt, kann dieses Reiseziel das ganze Jahr über besucht werden. Allgemein werden als optimale Reisezeit jedoch die Monate April bis Oktober angegeben. Gerade in der Region von Rio de Janeiro beginnt diese Zeitspanne mit Regen und geht in einen angenehmen Sommer über. Von April bis Oktober herrscht in Brasilien generell der tropische Sommer und diese Monate werden allgemein als die angenehmsten bezeichnet. Die Monate zwischen Dezember und Mai eignen sich hervorragend für Reisen entlang der Küste oder für einen Badeurlaub.

Zwischen Oktober und April kommt es auf dem brasilianischen Plateau zu einer Regenzeit. Im Süden des Landes ist es hingegen das ganze Jahr über angenehm, auch die Regenschauer verteilen sich gleichmäßig. Zwischen Dezember und Februar herrscht hier Winter, der auch Frosttemperaturen mit sich bringen kann. Die Sommermonate versprechen viele Sonnenstunden und angenehm warme Temperaturen.

Im Norden von Brasilien liegt das Amazonastiefland mit einem tropischen Regenwaldklima. Die durchschnittlichen Temperaturen liegen hier um die 27 Grad Celsius und es herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit; die Niederschlagsmengen liegen bei 2.000 bis 4.000 mm pro Jahr. Im Amazonasbecken sind keine großen Schwankungen beim Klima zu erwarten, daher kann es über das gesamte Jahr besucht werden. Viele Besucher empfinden jedoch das schwüle Klima in diesem Gebiet als eher unangenehm, weshalb generell ein Aufenthalt hier in den etwas trockeneren Monaten zwischen Mai und September empfohlen wird.

Das Bergland von Guayana liegt im Mittelwesten und begeistert Besucher mit einem Savannenklima. Während der Trockenzeit im Winter beträgt die Mindesttemperatur 17 Grad Celsius. Das Thermometer kann aber auch bis auf 28 Grad Celsius ansteigen. In dieser Region liegt die Niederschlagsmenge bei 1.600 mm pro Jahr. Der Pantanal im Südwesten Brasiliens ist eines der größten Binnenlandsumpfgebiete der Welt und ein großer Teil dieses Gebietes steht monatelang unter Wasser. In den höheren Regionen überwiegen offene Graslandschaften.

Die Küstenregion, die sich südlich der Amazonasmündung befindet, ist ebenfalls von einem Savannenklima geprägt. Hier liegen die durchschnittlichen Temperaturen zwischen 23 und 30 Grad Celsius. In dieser Region wird eine Niederschlagsmenge von 1.250 mm pro Jahr gemessen.

Tropisches Regenwaldklima ist in den Regionen von Salvador, Rio de Janeiro und im Südosten des Landes vorherrschend. Die Temperaturen erreichen zwischen 18 und 27 Grad Celsius und es herrscht eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit bei durchschnittlichen Niederschlagsmengen von 1.460 mm pro Jahr.

Die Küstenregion im Nordosten Brasiliens besteht zum größten Teil aus Trockenwäldern, in denen überwiegend Sukkulenten wachsen. Darüber hinaus bestimmen Höhengrasländer und auch immergrüne Nadelwälder in dieser Region das Landschaftsbild. Im Grasland haben sich die meisten Viehzüchter niedergelassen und es sind riesige Plantagen entstanden. Dürrekatastrophen im Nordosten des Landes belasten die Landwirtschaft und die Umwelt in dieser Region. Das Klimaphänomen El Nino und die rasant fortschreitende Abholzung des Regenwaldes tragen einen entscheidenden Teil zu den Umweltproblemen in Brasilien bei.

Die Fauna in Brasilien ist so artenreich wie in sonst kaum einem anderen Land. Im Amazonasgebiet und den Wäldern finden sich große Waldtiere, wie Tapire, Wildschweine, Leoparden, Pumas oder Jaguare. Der Regenwald bietet aber auch kleineren Tieren, wie Ameisenbären, Faultieren, Waschbären und verschiedenen Hirscharten, eine Heimat. Darüber hinaus gibt es Schildkröten, Fischotter, Affen und unzählige Insekten- und Schmetterlingsarten zu entdecken. Dazu gesellen sich die unterschiedlichsten Vogelarten und Schlangenarten. Der Regenwald des Amazonas ist eines der vielfältigsten Biotope der Welt und immer wieder stoßen Forscher hier auf neue, bis dahin unbekannte Arten. Durch Brandrodung und Abholzung sind jedoch viele Tier- und Pflanzenarten verschwunden, die noch nicht einmal klassifiziert wurden.

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