Arenal Vulkan - beständige Aktivität

Der Arenal Vulkan im Norden Costa Ricas ist der jüngste Vulkan des Landes und gleichzeitig einer der aktivsten Feuer speienden Berge der Erde.

Costa Rica Arenal Vulkan
Arenal Vulkan - beständige Aktivität

400 Jahre lang schlummerte der Arenal Vulkan in Costa Rica, bis er am 29. Juli 1968 mit einer gewaltigen Explosion ausbrach. Der angestaute Druck entlud sich ohne Vorankündigung und die ausströmende Lava zerstörte die Ortschaften Pueblo Nuevo und Tabacon. 87 Menschen kamen damals ums Leben. An der Westflanke des Vulkankegels strömten insgesamt 640 Millionen Kubikmeter Lava aus und 35 Millionen Kubikmeter Asche und Schlacke wurden ausgestoßen. Seither kommt der Arenal Vulkan nicht zur Ruhe und es folgten immer wieder Eruptionen, die von Lavaausstößen begleitet wurden. Im Mai 2010 erschütterten zum vorerst letzten Mal gewaltige Eruptionen das Gebiet um den Vulkan und den umliegenden Nationalpark. Damals musste das gesamte Areal evakuiert werden und acht Lavaströme flossen gleichzeitig aus dem Krater. Im Oktober des gleichen Jahres versiegten die Ströme schließlich.

Der Arenal Vulkan besitzt eine nahezu perfekte Kegelform und zeigt bis in die Gegenwart beständig Aktivität. Mittlerweile wird er rund um die Uhr von Seismologen überwacht, die jede kleinste Erschütterung registrieren, um gegebenenfalls die Bevölkerung vor neuen Ausbrüchen zu warnen. Der Berg bietet einen überwältigenden Anblick und wächst jährlich um mehrere Meter in die Höhe. Grund dafür ist Lava, die sich am Krater anhäuft und erkaltet. Der Arenal Vulkan gehört zu den populärsten Sehenswürdigkeiten Costa Ricas. Der unmittelbare Zugang zum Berg ist zwar aus Sicherheitsgründen nicht gestattet, doch auch aus größerer Entfernung bietet der Feuer speiende Berg einen imposanten Anblick. Ein außergewöhnliches Schauspiel erwartet die Besucher nach Einbruch der Dunkelheit, wenn glühende Lavaströme die Flanken des Kegels hinabrollen und leuchtende Lavabrocken ausgestoßen werden. Rund um den Vulkan wurden verschiedene Beobachtungsstationen eingerichtet, von denen dieser unvergleichliche Anblick genossen werden kann.

Im Jahr 1937 wurde der Berg zum ersten Mal bestiegen. Damals waren die Hänge mit dichter Vegetation überwuchert und niemand ahnte, dass es sich bei der Erhebung um einen Vulkan handelte. Im Jahr 1991 wurde das Gebiet rund um den Arenal Vulkan zum Nationalpark erklärt. Das Naturschutzgebiet schließt einen ausgedehnten Sekundärwald und den Arenal-See ein, der gleichzeitig das größte Binnengewässer Costa Ricas ist. Beim Arenal-See handelt es sich um einen Stausee, der bei Besuchern vor allem wegen der erstklassigen Angel- und Surfmöglichkeiten beliebt ist. Eine Attraktion in der Region sind die sogenannten Arenal Hanging Bridges. Dabei handelt es sich um ein System aus modernen Hängebrücken, die sich in einer Höhe von 60 Metern über dem Erdboden befinden und gegen die Entrichtung einer Gebühr betreten werden können. Entspannung in warmem Wasser verspricht ein Besuch der Thermalquellen, die von der unterirdischen Hitze des Vulkans gespeist werden. Zwei Thermen mit mehreren Becken liegen an der Straße, die von der Ortschaft Fortuna zum Arenal-See führt.

Fortuna liegt am Fuß des Arenal Vulkans und hat sich zu einem touristischen Zentrum in der Region entwickelt. Der Ort liegt an der inaktiven Flanke des Vulkans und die nächtlichen Aktivitäten am Berg sind von hier nicht zu sehen. In Fortuna empfängt Sie eine typische touristische Infrastruktur mit Restaurants, Souvenirläden, Bars und Hotels in jeder Preisklasse. Zahlreiche Aktivitäten werden vor Ort angeboten. Neben Jeep-Touren in den Monteverde Nationalpark, gibt es Reitausflüge zum Wasserfall La Fortuna und geführte Reisen zur Tropfsteinhöhle von Venado. In den Abendstunden herrscht auf den Straßen des Ortes lebhaftes Treiben. In den tropischen Wäldern rund um den Arenal Vulkan ist eine artenreiche Tierwelt beheimatet. Tapire, Faultiere, mehrere Affenarten und selbst Jaguare sind in dem dichten Dschungel beheimatet. Im Rahmen einer geführten Wanderung bestehen gute Aussichten, die Waldbewohner zu Gesicht zu bekommen. Zahlreiche Hotels und Lodges bieten sich in der gesamten Region als Übernachtungsmöglichkeit an. Von einigen Unterkunftsbetrieben besteht eine exzellente Sicht auf die aktive Flanke des Vulkans.

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