Cahuita - karibische Gelassenheit

Cahuita ist ein rund 3.000 Einwohner zählendes Dorf im Südosten Costa Ricas. Der Ort liegt an der Karibikküste und gilt als bedeutendes Zentrum des Individualtourismus.

Cahuita
Cahuita - karibische Gelassenheit

Mit karibischer Gelassenheit, urigen Strandbars und bunt bemalten Häusern empfängt Sie Cahuita an der Karibikküste Costa Ricas. Im Ort befinden sich einige einfache, saubere Übernachtungsmöglichkeiten, die als Cabinas bezeichnet werden. Vor dem Dorf ziehen sich traumhafte Sandstrände an der Küste entlang und mit dem gleichnamigen Nationalpark nimmt das zweitälteste Naturschutzreservat des mittelamerikanischen Landes direkt hinter dem Dorf seinen Anfang. Eine landschaftliche Kuriosität bieten die Flüsse, die in der Nähe des Ortes in das Meer münden. Sie fließen auf ihrem Weg zur Karibik durch kohlenstaubhaltige Erdschichten und transportieren feinste schwarze Partikel bis an die Küste. Die Meeresströmung nimmt die Partikel auf und lagert sie an einer Seite der Flussmündung am Strand ab. Dadurch sind die Strände auf der strömungsabgewandten Seite der Flussmündung perlweiß und besitzen auf der anderen Seite eine dunkle Färbung.

Der Nationalpark Cahuita ist der zweitälteste Costa Ricas und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 22.000 Hektar Meeresfläche und rund 1.100 Hektar Landfläche. Die weißen Strände werden von Kokospalmen gesäumt und lassen karibische Urlaubsstimmung aufkommen. Uralte Baumriesen, dichte Mangrovenwälder, Sumpfgebiete und lang gestreckte Lagunen prägen das Landschaftsbild im Nationalpark. Zahlreiche außergewöhnliche Vertreter der Tierwelt sind in den Regenwäldern und Küstenregionen beheimatet. Zu ihnen gehört unter anderem der Helmbasilisk. Die Leguanart besitzt verknorpelte Kopf- und Rückenkämme, die bei Gefahr aufgestellt werden und der Echse ein Furcht einflößendes Aussehen verleihen. Der Helmbasilisk besitzt Schwimmhäute zwischen den Zehen am Ende der langen Beine. Damit kann er weite Strecke laufend auf einer Wasseroberfläche zurücklegen und dabei beträchtliche Geschwindigkeiten erreichen. Darüber hinaus leben in dem Areal Grüne Leguane, die eine beeindruckende Größe von bis zu 55 Zentimetern erreichen und eine bedrohliche Erscheinung darstellen.

Der Nationalpark Cahuita kann über zwei Eingänge betreten werden, die sich im gleichnamigen Dorf und in der Ortschaft Puerto Vargas befinden. Beide Zugänge sind über einen sieben Kilometer langen Wanderweg miteinander verbunden. Er führt in einem weiten Bogen am Wasser entlang über die gesamte Halbinsel. Die Ränder des Weges sind von dichtem, undurchdringlichen Dschungel gesäumt und ein Verlassen der markierten Strecke ist nahezu unmöglich. Die artenreiche Tierwelt des Nationalparks können Sie unterwegs in den Baumwipfeln beobachten. Prächtige Tukane mit bunten Schnäbeln, grüne Papageien und Mantelbrüllaffen bevölkern das gesamte Areal. Baumtermiten haben ihre Nester an alten Baumriesen errichtet und Blattschneideameisen transportieren in langen Kolonnen ihre grüne Fracht zum Bau. Nasenbären und Faultiere gehören zu den größten Säugetierarten im Nationalpark und flinke Kapuzineraffen hangeln sich in den Ästen der Bäume entlang. Am Strand können Sie mit etwas Glück Krabbenwaschbären bei der Beutejagd beobachten. Sie graben die beigefarbenen Landkrabben aus dem lockeren Sand, von denen sich Hunderttausende an der Küste eingegraben haben.

Zum Terrain des Nationalparks gehört ein der Küste vorgelagertes Korallenriff, das bei einem Erdbeben im Jahr 1991 stark in Mitleidenschaft gezogen und teilweise zerstört wurde. Teile der Korallenbänke wurden bei der tektonischen Plattenverschiebung angehoben, während andere Bereiche in die Tiefe sanken. Heute existieren nur noch einige Stöcke, die von den Auswirkungen des Erdbebens verschont geblieben sind. Sie bieten eine erstklassige Gelegenheit, im Rahmen von Schnorchelausflügen und Tauchexkursionen die farbenfrohe Unterwasserwelt vor der Küste kennenzulernen. Neben Schwärmen tropischer Fische sind dort auch mehrere Haiarten und Schildkröten beheimatet. Am südlichen Strandabschnitt der Playa Puerto Vargas befindet sich ein Eiablagegebiet, in dem grüne Meeresschildkröten zwischen Juni und September ihre Gelege im weichen Sand vergraben. Die tropische Vegetation im Cahuita Nationalpark umfasst eine ungeheure Artenvielfalt. Farbenprächtige Helikonien, wilde Ananas und der aus Madagaskar stammende Baum der Reisenden sind in dem Naturschutzgebiet beheimatet. Zwischen den Gewächsen tanzen bunte Schmetterlinge, von denen einige Arten eine eindrucksvolle Größe erreichen.

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