Manzanillo - vom Nationalpark umschlossen

Manzanillo ist ein kleines Dorf an der Karibikküste Costa Ricas, das vom Gandoca Manzanillo Nationalpark umschlossen wird und über breite palmengesäumte Sandstrände verfügt.

Manzanillo
Manzanillo - vom Nationalpark umschlossen

Im äußersten Südosten von Costa Rica erstreckt sich mit dem Gandoca Manzanillo Nationalpark ein artenreiches Naturschutzgebiet, das von vielen Besuchern zu den schönsten des mittelamerikanischen Landes gezählt wird. Die Ortschaft Manzanillo wird von dem Nationalpark umschlossen. Das kleine Fischerdorf liegt nur neun Kilometer von der Grenze zu Panama entfernt. Die größere Ortschaft Puerto Viejo de Talamanca liegt 13 Kilometer von Manzanillo entfernt. Eine schmale Straße verbindet das Dorf an der Karibikküste mit der Außenwelt. Zahlreiche Urlauber nutzen Manzanillo als Ausgangspunkt für Erkundungsreisen in den Nationalpark, der über unzählige Ökosysteme und eine abwechslungsreiche Vegetation verfügt. Namensgeber für die Ortschaft war der Manzanillobaum, der zu den giftigen tropischen Pflanzen gehört. Die Baumart ist in den äquatornahen Regionen Süd- und Mittelamerikas beheimatet und die Rinde enthält einen milchigen Saft, der bei Hautkontakt zu schweren Reizungen führen kann.

Manzanillo erwartet die Besucher mit mehreren Restaurants, einigen wenigen als Cabina bezeichneten einfachen Unterkunftsbetrieben und einem landestypischen Gastronomiebetrieb. Zu den Ortschaften im Landesinneren bestehen Busverbindungen, die jedoch nur wenig frequentiert werden. Ganzjährig tropische Temperaturen und traumhafte Sandstrände machen Manzanillo zu einem karibischen Urlaubsparadies. Vor der Ortschaft erstreckt sich mit der Playa Manzanillo ein palmengesäumter Sandstrand. Goldbraun bis Honiggelb schimmert der Sand im hellen Sonnenlicht. Er zieht sich auf einer Länge von vier Kilometern an der Küste entlang und bietet einige hervorragende Tauchreviere. Das warme Wasser lädt zum Schwimmen und Schnorcheln ein und am Strand können Ausritte auf dem Pferderücken unternommen werden. In Manzanillo werden darüber hinaus Bootstouren zum vorgelagerten Riff angeboten, das mit seiner farbenprächtigen Unterwasserwelt ideale Bedingungen für Tauchausflüge bietet. Einheimische Fischer bessern sich ihr Einkommen am Strand auf und bieten Bootstouren zur Delfinbeobachtung an. An der Küste ziehen nicht selten größere Gruppe von Tümmlern vorbei.

Der Nationalpark Gandoca Manzanillo erstreckt sich über eine Fläche von 50 km² am Land und zu 44 km² auf dem Wasser und reicht im Süden bis an die panamaische Grenze. Die Ökosysteme in dem Naturschutzgebiet schließen ausgedehnte Mangrovensümpfe, Lagunen, Riffe und überflutete Wälder ein. Im Landesinneren erstreckt sich ein artenreicher tropischer Regenwald. Der Nationalpark ist ein Rückzugsgebiet für mehrere Schildkrötenarten, unter denen sich auch die grüne Meeresschildkröte befindet. Die riesigen Meeresbewohner nutzen die unberührten Strände im Naturschutzgebiet zur Eiablage. Eingeschlossen in das Landschaftsschutzreservat ist eine fünf Kilometer lange Riffzone, an die sich eine einzigartige Mangroven-Muschelbank anschließt. Dort ist mit der Roten Mangrove eine besonders seltene Mangrovenart beheimatet, die an der Karibikküste sonst nirgendwo zu finden ist. Unter der Wasseroberfläche leben Langusten, Hummer, Seeigel und zahllose tropische Fischarten am Riff. Zahlreiche Seevögel nutzen die abgelegenen Bereiche des Gandoca Manzanillo Nationalparks als Brutgebiete und in den Sumpf- und Waldlandschaften im Landesinneren ist eine artenreiche Tierwelt beheimatet.

Im Einzugsbereich des Naturschutzgebietes liegen zwei Flüsse, die vor der Mündung in die Karibik ein weitverzweigtes Delta mit ausgedehnten Feuchtgebieten bilden. Mit den Kaimanen lebt dort eine Unterart der Alligatoren und eine seltene, urtümliche Knochenfischart, die als Tarpun bezeichnet wird. Der Unterschied zwischen Regen- und Trockenzeit ist in dieser Region weniger stark ausgeprägt, als in anderen Teilen Costa Ricas. Die geringsten Niederschlagsmengen fallen zwischen Februar und April und in den Monaten September und Oktober. Diese Zeiten sind für einen Besuch von Manzanillo und des Nationalparks besonders gut geeignet. Die Bedingungen zu Tauchen und Schnorcheln sind in der Trockenzeit optimal. Das 400 Hektar große Sumpfgebiet im Gandoca Manzanillo Nationalpark ist von einer üppigen tropischen Vegetation bewachsen. In den Bäumen tummeln sich zahlreiche Tukane mit ihren bunten Schnäbeln und Papageien setzen mit ihrem roten, blauen und gelben Gefieder farbenfrohe Akzente im immergrünen Dschungel.

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