Poás Vulkan - einer der größten Krater weltweit

Der Poás Vulkan ist ein aktiver Vulkan im Norden Costa Ricas, der vom gleichnamigen Nationalpark umgeben ist und zu den meistbesuchten Attraktionen des mittelamerikanischen Landes gehört.

Poás-Vulkan
Poás-Vulkan - einer der größten Krater weltweit

Der 2.708 Meter hohe Poás Vulkan liegt im rund 5.600 Hektar großen Nationalpark Poás, der zu den ältesten Costa Ricas gehört. Er wurde im Jahr 1971 zum Schutz der Natur gegründet und umfasst neben dem Vulkangebiet einen tropischen Nebelwald, der eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt beherbergt. Der Poás Vulkan liegt etwa 1,5 Autostunden von der Hauptstadt San José entfernt. Eine asphaltierte Straße führt bis in unmittelbare Nähe des Kraterrandes. Sie windet sich durch eine üppige Vegetation die Flanke des Berges hinauf und führt an zahlreichen Kaffeeplantagen vorbei. Bedingt durch die Höhe von mehr als 2.700 Metern ist der Gipfel des Poás Vulkans oft wolkenverhangen. Die größten Chancen auf eine ungetrübte Aussicht auf die Spitze des Kegels bestehen in den frühen Morgenstunden. Mit höherem Sonnenstand hüllen den Berggipfel in der Regel in dichte Nebelschleier ein.

Am Eingang des Nationalparks befindet sich ein Besucherzentrum, in dem Sie zahlreiche nützliche Informationen zur Entstehung des Vulkans und über die seismischen Aktivitäten erhalten. Historische Fotos von früheren Eruptionen erinnern an die Gefährlichkeit des Berges. Im Jahr 1952 stieß der Poás Vulkan Asche- und Dampfwolken aus, die eine Höhe von 8.000 Metern erreichten. Darüber hinaus erwartet die Besucher am Parkplatz ein Souvenirladen, eine Insektenausstellung und eine Cafeteria. Bis zum Hauptkrater sind noch 500 Meter auf einem asphaltierten Weg zurückzulegen, der von großblättrigen Pflanzen gesäumt wird. Den besten Blick in den Krater haben Sie von einer Aussichtsplattform am Rand. Im Zentrum befindet sich ein türkisblauer Kratersee. Mit einem Durchmesser von 1.500 Metern und einer Tiefe von rund 300 Metern gehört der Krater des Poás Vulkans zu den größten weltweit. Am Grund brodelt und zischt es aus zahlreichen Löchern und Ritzen im Gestein. Schwefelhaltige Dämpfe steigen aus den Spalten auf und kleine Geysire stoßen in unregelmäßigen Abständen Dampfwolken aus.

Der Abstieg in den Krater ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet. Die giftigen Gase am Grund lassen in Windrichtung keine Vegetation gedeihen und würden bei Menschen und Tieren schwere Gesundheitsschäden verursachen. Kurz vor dem Kraterrand führt vom Hauptweg ein kleiner Wanderweg zur reizvoll gelegenen Lagune Laguna Botos. Dabei handelt es sich um einen Kratersee, der in einem alten inaktiven Krater des Poás Vulkans liegt. Der See ist von einer üppigen Vegetation mit uraltem Baumbestand umgeben. Er wird durch einen plätschernden Bach entwässert und besitzt eine nahezu kreisrunde Form. Im Gegensatz zur Lagune im Hauptkrater, die einen extrem hohen Säuregehalt besitzt, ist das Wasser dieses Sees sauber und enthält keine gesundheitsschädigenden Substanzen. Der Rückweg zum Parkplatz führt durch den dichten Nebelwald mit seiner artenreichen Flora. Unterwegs können Sie Kolibris, Drosseln und vereinzelt Papageien in den Bäumen beobachten.

Vom Parkplatz unterhalb des Kraterrandes führt ein weiterer kleiner Wanderpfad durch den Nebelwald, der an einem Picknickplatz endet. In der Höhe leben nur wenige Säugetiere, zu denen Wiesel, Stinktiere und Eichkätzchen gehören. Mit etwas Glück können Sie auf dem Pfad das weltweit einzigartige grün-gelbfarbene Eichhörnchen beobachten, das fast ausschließlich in der Poás Vulkanregion beheimatet ist. Manche Tiere sind sehr zutraulich und zeigen keine Scheu vor den Menschen. Die Vegetation im Nationalpark Poás ist vielfältig. Es dominieren Bromeliengewächse, Zwergbambus und Orchideen. Unterhalb des Berggipfels erstrecken sich einzelne Hochmoore, die von dichten Nebelwäldern eingerahmt werden. Zu den Besonderheiten der Landschaft gehören Zwergenwälder, die aus bonsaiartigen Bäumen bestehen. Der saure Regen in der Region, der auf die schwefelhaltigen Dämpfe des Vulkans zurückzuführen ist, beeinflusst und hemmt das Wachstum der Bäume, die aus diesem Grund nur eine geringe Höhe erreichen. Zu den attraktivsten Ausflugszielen in der Nähe des Poás Vulkans gehört die Lagune Hule. Der See befindet sich am Fuß des erloschenen Vulkans Congo und besitzt einen großen Fischreichtum.

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