Wetter, Klima und Reisezeit für Ecuador

Wann ist die beste Zeit, um Ecuador zu bereisen? Diese Frage ist eigentlich nicht zu beantworten, denn Ecuador kann das ganze Jahr über besucht werden. Natürlich hängt es davon ab, welche Aktivitäten Sie planen, denn von Wanderungen im Gebirge bis zum Badeurlaub ist alles möglich.

Aufgrund der Nähe zum Äquator ist das Klima ganzjährig stabil und es gibt weder richtig kalte noch extrem warme Zeiten. Trotzdem kann man sagen, dass die beste Reisezeit für das Festland von Juni bis September ist. Obwohl die Tiere auf Galapagos das ganze Jahr über zu sehen sind, sollten Sie vor allem im Frühjahr von Februar bis Mai die Inseln besuchen. Zu dieser Zeit sind die Temperaturen und der Seegang am verträglichsten.

Da Ecuador landschaftlich sehr vielfältig ist, sind natürlich auch unterschiedliche Klimazonen vorhanden. Wenn Sie vorhaben, quer durchs Land zu reisen, kann es durchaus vorkommen, dass Sie innerhalb eines Tages von Strandbekleidung auf feste Schuhe mit Langarmpulli wechseln müssen. Ecuador wird in vier Gebiete aufgeteilt (mehr dazu finden Sie im Abschnitt Geografie), die neben verschiedenen topografischen Eigenheiten auch unterschiedliche klimatische Bedingungen aufweisen.

Das Gebiet der Sierra ist klimatisch recht unbeständig und auch schwer vorauszusehen. Während die beste Reisezeit von Juni bis September eher trocken und mit circa 18° Celsius recht mild ist, ist es im restlichen Jahr kälter und regnerischer. In den Monaten Dezember bis einschließlich April kann es sehr viel kälter sein. Nebel, Nässe und schlechte Sicht können zum Beispiel eine Wanderung am Cotopaxi oder eine Zugfahrt zur "Teufelsnase" zwar reizvoll, aber auch sehr ungemütlich machen. Doch für Rucksackreisende und Naturfreunde gibt es ja kein schlechtes Wetter, wenn Sie die hier dringend nötige, passende Kleidung dabei haben.

Das Amazonasgebiet Ecuadors wird "Oriente" genannt. Dieses Gebiet bildet den größten Teil des Landes und hier ist es ganzjährig feucht und warm. Der tropische Regenwald lockt mit unberührter Natur und großem Artenreichtum. Die Tiere sind im August sowie von Dezember bis März am besten zu beobachten, denn in diesen Monaten fällt hier der wenigste Niederschlag. Von April bis Mai regnet es bei immer noch milden Temperaturen am meisten.

Im Westen grenzt der Pazifik an Ecuador. Diese Region wird "Costa" genannt. Wenn Sie sich neben Kultur und Landschaft auch für Strandleben, baden und schnorcheln interessieren, ist von Januar bis Mai die beste Reisezeit. Zu dieser Zeit ist es hier angenehm warm. Schauer fallen meist erst am Abend. Da diese Zeit die Hochsaison darstellt, in der auch die einheimische Bevölkerung ihren Urlaub genießt, sind Touristenzentren jetzt gut gefüllt, alle Restaurants geöffnet und das Nachtleben ist ausgelassen.

Rechnen Sie mit Mücken und etwas niedrigeren Temperaturen von Juni bis September. Auch die Meerestemperatur kühlt in dieser Zeit spürbar ab. Hier und da kommt Nebel auf und der Pazifik ist rau, von Juli bis Oktober gar aufbrausend und wild. Besonders beeindruckend ist die Beobachtung der Buckelwale, die an der Küste Ecuadors entlang ziehen und von Juni bis September ihre Paarungszeit haben.

Ebenfalls von Juni bis September ist auf den Galapagos-Inseln Hochsaison. Sonnenhungrige sollten aber die Zeit zwischen Januar und Mai wählen, denn dann scheint hier die meiste Sonne. Taucher und Schnorchler kommen hingegen ganzjährig auf ihre Kosten. Für ruhiges Meer mit klarer Sicht und angenehmen Temperaturen sind die Monate Januar bis Mai ideal. Von Juni bis September bringt der kalte Humboldtstrom sehr viel Nahrung für die Meerestiere mit sich. Jetzt ist das Meer kälter und besonders artenreich, allerdings kann die Sicht etwas getrübt sein.

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