Cotopaxi Park - einzigartige Vulkanlandschaft

Der Cotopaxi Nationalpark ist eine einzigartige Naturlandschaft in Ecuador. Der Park befindet sich 40 Kilometer südlich von der Stadt Quito am zweithöchsten Berg des südamerikanischen Landes.

Cotopaxi Nationalpark
Cotopaxi Nationalpark - einzigartige Vulkanlandschaft

Der Cotopaxi Nationalpark erstreckt sich in einer Höhe zwischen 3.400 Meter und 5.900 Metern über dem Meeresspiegel. Der Park hat eine Fläche von etwa 33.400 Hektar und ist über zwei Zufahrtswege erreichbar. Eine Strecke zweigt etwa 70 Kilometer entfernt von Quito direkt von der Panamericana ab und der zweite, etwas beschwerlichere Weg ist etwa 60 Kilometer von der Stadt Quito über den kleinen Ort Machachi zu erreichen. Die Hauptattraktion des Nationalparks bildet der Vulkan Cotopaxi. Er ist der höchste noch aktive Vulkan der Welt. Übersetzt bedeutet sein Name so viel wie "Hals des Mondes". Den Besuchern bietet sich ein atemberaubendes Panorama mit noch immer sichtbaren Merkmalen vieler stattgefundener Eruptionen der vergangenen Jahrhunderte. Die einzigartige Vulkanlandschaft ist eine Laune der Natur, in denen sich seltene und bedrohte Tierarten heimisch fühlen. Viele Wildtiere wie der Puma, Wildpferde und der Andenkondor haben hier einen geschützten Lebensraum gefunden und sich den klimatischen Verhältnissen angepasst.

In der unberührten Natur finden sich seltene Pflanzen verschiedenster Art. Die einzigartige Fauna und Flora des Nationalparks lockt alljährlich zahlreiche Besucher an. Gut ausgebaute Wege laden zu erlebnisreichen Wandertouren ein. Die Gegend kann dank der gut ausgebauten Strecken sehr gut mit dem Mountainbike erkundet werden. Alternativ lässt sich das Naturschutzgebiet auf dem Rücken der Pferde durchqueren. Ausritte werden an verschiedenen Orten im Park angeboten. Inmitten unberührter Natur genießen die Besucher die herrliche Ruhe und lassen die Einzigartigkeit des Hochlandes auf sich wirken. Der Cotopaxi Nationalpark ist für die Ureinwohner dieser Region eine Art Gottheit und wird von ihnen als heiliger Ort betrachtet. Diese Verehrung hat einen tief liegenden Grund: Nach historischen Überlieferungen brach im Jahr 1534 während der Schlacht zwischen Indios und den spanischen Eroberern der Vulkan aus und schlug auf diese Weise die Eindringlinge in die Flucht. Die Einheimischen sahen dies als göttliches Zeichen und beten seither den Vulkan an.

Der Cotopaxi ist eine Herausforderung für jeden Bergsteiger, der den Aufstieg zum Gipfel wagen möchte. Man sollte vorher gut gewappnet sein, denn der Höhenunterschied kann manchem ungeübten Bergsteiger erhebliche Probleme bereiten. Es ist ratsam, sich schon einige Tage vor dem Aufstieg an das Höhenklima zu gewöhnen, um Schwindelgefühle zu vermeiden. Bereits in der Morgendämmerung beginnt der Aufstieg zum Gipfel des Cotopaxi, der nie ohne professionellen Bergführer stattfinden sollte, da die Höhenlagen immer ein gewisses Risiko bergen. In einer Höhe von 4.500 Metern befindet sich die Hütte "Jose Ribas", in der Übernachtungsmöglichkeiten für bis zu 60 Personen zu finden sind. Es empfiehlt sich, einen eigenen Schlafsack im Gepäck mitzuführen. Von hier genießen die Outdoor-Aktivisten einen geradezu majestätischen Ausblick auf das umliegende Hochland. Mit viel Glück kann man hier den Andenkondor beobachten, der am Himmel seine Kreise zieht.

Neben dem Nationalpark befindet sich The Bowling Recreation Area. Hier erwartet die Besucher ein beeindruckender Pinienwald mit bis zu 15 Metern hohen Bäumen. Inmitten unberührter Natur liegt das Erholungsgebiet an der Grenze zwischen den Provinzen Cotopixa und Pichincha. Das in 3.000 Meter Höhe liegende Areal ist mit dem Auto oder der Bahn erreichbar. In diesem eindrucksvollen, dicht bewachsenen Wald bringt die Natur ihre Einzigartigkeit und Schönheit zum Ausdruck. Die dichten Wälder bieten einen hervorragenden Lebensraum für unterschiedliche Arten von Vögeln, Säugetieren und Pflanzen. Wanderer und Mountainbiker finden ein weitverzweigtes Wegenetz mit unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen. Im Park finden sich Zeltplätze, die häufig von Familien mit Kindern genutzt werden, um das Leben in freier Wildnis und der Natur pur zu erleben. Weiter südlich findet man tiefblaue Lagunen und atemberaubende Landschaftsformationen, die im Rahmen von Wanderungen erkundet werden können.

TOP