Galápagos-Inseln - einzigartige Vielfalt

Die Galápagos-Inseln liegen rund 1.000 Kilometer von der südamerikanischen Küste entfernt im Pazifischen Ozean und besitzen durch die isolierte Lage eine vielfältige Flora und Fauna mit zahlreichen endemischen Arten.

Ecuador Galapagos Schildkröte
Galapagos-Inseln - einzigartige Vielfalt

Die Galápagos-Inseln sind vulkanischen Ursprungs und liegen am Äquatorgürtel. Im Jahr 1978 wurde der gesamte Insel-Archipel in die Weltnaturerbeliste der UNESCO aufgenommen. Die Inselgruppe setzt sich aus 13 Hauptinseln und mehr als 100 kleineren Eilanden zusammen. Einige sind nur wenig mehr als kleine felsige Erhebungen im Meer. Fünf Inseln sind dauerhaft besiedelt. Die Galápagos-Inseln stehen unter strengem Naturschutz und das Betreten der Landflächen und Befahren der Gewässer sind ausdrücklich reglementiert. Die Einführung fremder Tier- und Pflanzenarten im 19. Jahrhundert führte zu einer Bedrohung zahlreicher endemischer Arten auf dem Archipel. Lange Zeit war die Galápagos-Meeresschildkröte vom Aussterben bedroht, weil eingeführte Katzen, Hunde und Ratten die Gelege der seltenen Meeresbewohner plünderten und Ziegen ihnen die Nahrung an Land wegfraßen. Erst gezielte Maßnahmen, die der Bekämpfung von Kleinraubtieren und der Dezimierung der Ziegenpopulation dienten, führten zu einer Erholung der Bestände an Meeresschildkröten.

Trotz der unmittelbaren Lage in Äquatornähe ist das Klima auf den Galápagos-Inseln eher gemäßigt. Grund dafür sind nährstoffreiche kalte Meeresströmungen, die am Galápagos-Archipel aufsteigen und die Temperaturen selten über die 30-Grad-Marke steigen lassen. Die höchsten Werte werden in der Regenzeit zwischen Januar und April erreicht. In der Trockenzeit fällt die Lufttemperatur auf durchschnittlich 21 Grad. Alle paar Jahre sorgt das Naturphänomen El-Niño für eine Veränderung der Meeresströmungen und deutlich höhere Niederschlagsmengen. Die warmen Meeresströmungen dominieren in diesen Zeitabschnitten und haben erheblichen Einfluss auf das empfindliche Ökosystem der Galápagos-Inseln. Die Landfläche der gesamten Inselgruppe erstreckt sich über ein Gebiet von rund 7.900 km². Höchster Punkt des Archipels ist der Gipfel des Vulkans Wolf auf der größten Insel Isabela mit einer Höhe von rund 1.700 Metern.

Die einzigartige Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt ist gleichzeitig die größte Attraktion der Galápagos-Inseln. Die Inselgruppe gehört zu den wichtigsten Eiablageplätzen der Meeresschildkröten, ist die Heimat von zahlreichen endemischen Echsenarten und Brutrevier unzähliger Seevogelarten. Blaufußtölpel, Galápagos-Albatrosse und Darwinfinken stehen als Beispiel für die perfekte Anpassung der Tierwelt an einen isoliert liegenden Lebensraum. Sämtliche Tiere des Archipels zeigen kaum natürliche Scheu vor den Menschen und erlauben die Beobachtung aus nächster Nähe. Große Kolonien von Seelöwen und Galápagos-Seebären sind auf den Inseln des Archipels beheimatet. In den Küstengewässern tummeln sich 37 Haiarten und es können Manta-, Stachel- und Adlerrochen auf Tauch- oder Schnorchelausflügen beobachtet werden. Neun verschiedene Reptilienarten bevölkern die Küstenregionen und Trockenzonen im Inselinneren. Zu den häufigsten Vertretern gehören Lavaechsen, Landleguane und rötlich schimmernde Meerechsen. Daneben ist auf der Inselgruppe mit dem Galápagos-Pinguin die zweitkleinste Art der flugunfähigen Vögel beheimatet.

Der Tourismus hat sich auf den Galápagos-Inseln zur größten Einnahmequelle entwickelt, wobei die Besucherzahlen wegen des sensiblen Ökosystems stark reglementiert werden. Die Anreise erfolgt in der Regel mit dem Flugzeug oder den Kreuzfahrtschiffen. Besucher benötigen für den Aufenthalt in der Inselgruppe ein spezielles Visum, das vor dem Abflug erworben werden muss. Im Zentrum der touristischen Aktivitäten liegen die Inseln Santa Cruz, San Christóbal und Isabela. Die Meeresströmungen und die davon abhängigen Temperaturen und Witterungsbedingungen auf der Inselgruppe beeinflussen nachhaltig die Tier- und Pflanzenwelt im Galápagos-Archipel. Zu jeder Jahreszeit sind bestimmte Vertreter der Fauna zu sehen. Die Regenzeit neigt sich im April ihrem Ende entgegen. Zu dieser Zeit beginnen die grünen Meeresschildkröten zu schlüpfen und die Balzzeit der Galápagos-Albatrosse beginnt. Die Sicht unter Wasser ist zu dieser Zeit am besten und lockt zahlreiche Taucher und Schnorchler auf die Inseln. Im Juli beginnt die Hauptbrutzeit vieler Seevögel. In diesem Monat ist die Wahrscheinlichkeit auf Delfin- und Walsichtungen vor der Küste der Insel Isabela besonders hoch, während im November kurz vor Beginn der Regenzeit zahlreiche junge Seelöwen die Küstengewässer bevölkern.

Hier die schönsten Inseln im Überblick

  • Insel Española

    Ecuador Galapagos Inseln

    Die Insel Española ist mit einem Alter von rund vier Millionen Jahren die älteste Insel des Galápagos-Archipels und ein bevorzugtes Ziel für Naturliebhaber und Ornithologen.
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  • Insel Floreana

    Insel Floreana

    Die Galápagosinsel Floreana ist vor allem für die Besiedlungsgeschichte bekannt. Das Eiland wurde im Jahr 1832 als erste Insel des Archipels zum Wohnsitz mehrerer Auswanderer.
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  • Insel Isabela

    Galápagos Insel Isabela

    Die Insel Isabela ist das größte Eiland im Galápagos-Archipel und nimmt knapp 60 Prozent der gesamten Landfläche der Inselgruppe ein.
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  • Insel San Christóbal

    Galápagos Insel San Christóbal

    San Christóbal ist neben der Insel Santa Cruz die bevölkerungsreichste Insel des Galápagos-Archipels. Auf dem Eiland befindet sich mit Baquerizo Moreno die Hauptstadt der Inselgruppe.
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  • Insel Santa Cruz

    Ecuador Galapagos Inseln

    Santa Cruz ist die zweitgrößte Insel des Galápagos-Archipels. Sie ist touristisches Zentrum und beeindruckt mit langen Sandstränden, einer üppigen Vegetation und artenreicher Tierwelt.
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  • Insel Santiago

    Galápagos Insel Santiago

    Santiago liegt im Zentrum des Galápagos-Archipels und beeindruckt mit einer zerklüfteten Küste, die aus erkalteten Lavaströmen geformt wurde.
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