Insel Floreana

Die Galápagosinsel Floreana ist vor allem für die Besiedlungsgeschichte bekannt. Das Eiland wurde im Jahr 1832 als erste Insel des Archipels zum dauerhaften Wohnsitz mehrerer Auswanderer.

Insel Floreana
Galápagos: Insel Floreana

Zu den Spuren der ersten Siedler gehört die alte Poststation an der Post-Office-Bay, die von Walfängern gegründet wurde, um auf diese Weise mit der Außenwelt in Kontakt zu bleiben. Ein Fass diente ab dem 18. Jahrhundert als Briefkasten, in dem die Post deponiert wurde. Vorbeifahrende Schiffe leerten den Postkasten und transportierten die Briefe zum Festland. Heute wird das Fass vor allem von Touristen als Briefkasten genutzt, die auf diese Weise einen ungewöhnlichen Gruß in die Heimat schicken.

Auf Floreana befindet sich an der Lagune Punta Cormorán eine der größten Flamingokolonien der Galápagos-Inseln. Eine Attraktion ist in dieser Region der sogenannten Grüne Strand, der aufgrund der zahlreichen Olivinkristalle im Sand grünlich schimmert. Am weißen Strandabschnitt tummeln sich Stachelrochen vor der Küste und Meeresschildkröten nutzen den Strand zur Eiablage. Zu den herausragendsten Schnorchelrevieren der Inselgruppe gehört der als "Teufelskrone" bezeichnete eingestürzte Vulkankrater Corona del Diablo. Das sandige Innere des ehemaligen Kraters ist vor den starken Außenströmungen geschützt und die Heimat unzähliger farbenprächtiger tropischer Fischarten. Nicht selten können in dem kristallklaren Wasser Haie und Meeresschildkröten beobachtet werden.

Ein erstklassiger Strand zum Schwimmen und Schnorcheln ist La Loberia. Der Strand ist nach einer 45-minütigen Wanderung zu erreichen und dient Seelöwen und Meerechsen als Lebensraum. Vor der Küste tummeln sich verschiedene Rochenarten und Meeresschildkröten im Wasser. Nach dem Zweiten Weltkrieg wanderte die deutsche Familie Wittmer nach Floreana aus und baute sich hier ein Leben abseits der Zivilisation auf. Auf dem 450 Meter hohen Berg Asilo de la Paz befindet sich die Höhle, die den Auswanderern jahrelang als Wohnort diente. In der Nähe entspringt die einzige Frischwasserquelle der Insel, die heute noch die Inselbewohner mit Wasser versorgt.

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