Insel Santiago

Santiago liegt im Zentrum des Galápagos-Archipels und beeindruckt mit einer zerklüfteten Küste, die aus erkalteten Lavaströmen geformt wurde.

Galápagos Insel Santiago
Galápagos Insel Santiago - Blick auf den Pinnacle Rock

Mit einer Größe von rund 585 km² ist Santiago die viertgrößte Insel des Galápagos Archipels. Die Landschaft ist vulkanischen Ursprungs und erodierte Lavaströme haben eine wild zerklüftete Küstenlandschaft mit Höhlen, Wasserbecken und Buchten geformt. Der westliche Bereich der Insel wird von einem stark erodierten Vulkankegel geprägt, dessen Flanken von einer üppigen Vegetation bewachsen sind. Auf Santiago existieren mehrere Vegetationszonen von Trockenzonen bis zu ausgedehnten Feuchtgebieten. Die Insel wurde zum Zwecke der Salzgewinnung im Jahr 1928 erstmals besiedelt. Die Überreste in Form von Salzminen sind an der nordwestlichen Küste noch heute sichtbar. Dort befindet sich der schwarze Sandstrand von Puerto Egas, der als Ausgangspunkt für die etwa einstündige Rundwanderung dient. Hier besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die seltenen Galápagos-Seebären in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten.

Karge Vulkanlandschaften prägen das Landschaftsbild im Südosten von Santiago. An der Sullivan Bay sind die steinernen Reste eines 100 Jahre alten Lavastroms deutlich zu erkennen. An dieser Stelle ist die Natur dabei, das schwarze Lavagestein als Lebensraum zu erobern. In der James Bucht an der Inselnordseite liegt der Strand Espumillas. Er wird regelmäßig von riesigen Meeresschildkröten zur Eiablage aufgesucht. Ein Wanderweg führt von der Bucht in eine Trockenzone der Insel, in der zahlreiche Landvögel beheimatet sind.

Nur durch eine schmale Wasserstraße ist Santiago von der kleinen Insel Bartolomé getrennt, die mit dem Pinnacle Rock eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten des Galápagos-Archipels zu bieten hat. Ein langer dunkelroter Sandstrand erwartet die Besucher im Norden der nur fünf Quadratkilometer großen Insel Rábida. Seelöwen, Flamingos und zahlreiche Wasservogelarten gehören zu den ständigen Bewohnern des Eilandes. Ein früherer Zufluchtspunkt für Piraten und Walfänger ist die Buccaneer Cove im Norden der Hauptinsel Santiago. Riesige Seevogelkolonien befinden sich auf den Felsen oberhalb der Bucht und Leguane bevölkern die felsigen Uferzonen.

Zurück zur Hauptseite Galápagos-Inseln >

TOP