Quito - höchstgelegene Hauptstadt der Welt

Ecuadors Hauptstadt Quito liegt 2.850 Meter über dem Meeresspiegel in den Anden. Sie ist die höchstgelegene Hauptstadt der Welt und befindet sich 20 Kilometer südlich des Äquators.

Quito
Quito - höchstgelegene Hauptstadt der Welt

Quito ist die zweitgrößte Stadt Ecuadors und hat ca. 1,4 Millionen Einwohner. Die gesamte Altstadt gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. Quito ist die älteste Hauptstadt in Südamerika und hat sich bis in die Gegenwart das Aussehen einer Kolonialstadt bewahrt. Mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten, mehr als 100 Kirchen und 55 Klöstern ist der Einfluss der katholischen Kirche noch heute unübersehbar. Als Erstes ließen sich die Franziskaner in Quito nieder und bauten ihr Kloster. Daraufhin folgten Dominikaner, Augustiner und Jesuiten, die das Stadtbild mit eigenen Klöstern prägten. Quito steht im Mittelpunkt der Bildung und Kunst mit eigener Maler- und Bildhauerschule. Die beeindruckende Stadt liegt direkt am Fuße des inaktiven Vulkans Rucu Pichincha. Sie wird von 14 Vulkanen umgeben, von denen mancher noch aktiv ist. Von Quito hat man einen außergewöhnlichen Blick auf den Cotopaxi, einen der höchsten noch aktiven Vulkane der Erde. Im umliegenden Gebiet Quitos befinden sich drei weitere aktive Vulkane, der Cayambe, Antisana und llliniza. In der Vergangenheit wurde die Stadt Quito von Erdbeben und Aschefällen heimgesucht, die einen vulkanischen und sandigen Boden hinterließen. Zuletzt brach im Jahr 2002 der in den Anden gelegene Vulkan Reventador aus und begrub die Stadt unter einer mehrere Zentimeter dicken Ascheschicht.

Bei einem Stadtrundgang durch das historische Stadtzentrum fallen besonders die vielen Kirchen und Klöster auf. Vor allem das eindrucksvolle Bauwerk der San Francisco Kirche prägt das Antlitz der Altstadt. Das architektonische Meisterwerk vereint Tempel, Kapelle und Kloster in einem Gebäude. Es erstreckt sich über zwei Häuserblocks und wurde strikt im neo-klassizistischen Stil erbaut. Das Mittelschiff der Kirche zierte einst eine Medujar-Holzdecke im maurisch-spanischen Stil, die durch ein Erdbeben stark beschädigt wurde. Man hat sie mit vergoldeten Holzschnitzereien und opulenten Stuckarbeiten weitgehend restauriert. Im Inneren der Kirche zeigen sich die zahlreichen verschiedenen Einflüsse unterschiedlicher Kulturen. Unter anderem ist der fernöstliche Einfluss mit seinen chinesischen Altären präsent. Einzigartig und weltweit bekannt ist mit der sogenannten "geflügelten Jungfrau" die tänzelnde Virgen Inmaculada de Quito. Geführte Besichtigungen und Rundgänge werden in englischer und spanischer Sprache angeboten. Noch mehr Prunk und einzigartige Kunstfertigkeit sind in der Basilica Nacional zu bestaunen. Kostbare Decken zieren das Innere der Basilika. Einen Ausblick vom 115 Meter hohen Turm sollte man sich nicht entgehen lassen, denn von der Plattform hat man einen beeindruckenden Ausblick über die gesamte Altstadt.

Die pompöseste Kirche in Quito ist die La Compania, die im Jahr 1605 vom Orden der Jesuiten gebaut wurde. Das heutige Erscheinungsbild gab ihr der Architekt Marcos Guerra im Jahr 1613. Bewundernswert ist die Mischung zweier Baustile aus barockem und platereskem Stil. Der imposante Eingangsbereich wird von sechs Säulen des Salomons geziert. Im Inneren der Kirche stößt man auf atemberaubende Ornamente mit Sonnen und Blättern. Das Zusammenwirken von wundervoller Baukunst und überwältigenden Musterzierungen mit sehr viel Gold verleihen der Kirche ein pompöses Aussehen und lassen sie zur sehenswertesten Attraktion in Quito werden.

Wer sich auf eine geschichtliche Reise durch Quito begeben möchte, sollte einen Besuch im Stadtmuseum einplanen. Hier warten auf die Besucher auf insgesamt 6.000 Quadratmetern plastische Einblicke in die verschiedenen Epochen der Geschichte der Stadt Quito. Ein unvergleichliches Ausflugsziel sind die Thermalquellen von Papallacata. Sie liegen in 3.220 Meter Höhe zwischen den Vulkanen Cayambe und Antisana, deren Gebiet über reichlich hydrothermales Wasser verfügt. Diese heiße Quelle ist reichhaltig an Natrium, Kalzium, Chlorid und Magnesium und bietet damit die besten Bedingungen zur Heilung vieler körperlichen Beschwerden. Der Kurort verfügt über ein Hotelresort mit Bungalows, Schwimmbad, Spa -Bereich und vielen Wohlfühlangeboten. Empfehlenswert ist eine Fangoanwendung mit Schlamm aus den Anden. Vor allem erzielen die 36-40 Grad warmen Wasserbecken bei rheumatischen Beschwerden gute Erfolge.

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