Feiertage, Events und Festivals in Ecuador

Offizielle und landesweite Feiertage haben in Ecuador zur Folge, dass Mengen von Pendlern nach Hause fahren, um die freie Zeit mit ihren Familien zu verbringen. Weiterhin werden freie Tage gern für Ausflüge an die Küste oder in die großen Städte genutzt.

Das bedeutet, dass Busse und andere öffentliche Verkehrsmittel an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen sowie Strände, Innenstädte und Restaurants überfüllt sind. Dagegen findet an diesen Tagen in den ländlichen Gebieten kaum ein soziales oder kulturelles Leben statt. Sämtliche Behörden, Banken und öffentliche Einrichtungen bleiben geschlossen.

Zu den offiziellen Feiertagen gehören folgende Termine:

Der 1. Januar ist traditionell Neujahr. Ostern, und davor der Karfreitag (Viernes Santo) sind nationale Feiertage, an denen auch die Kinder Schulferien haben. Viele Familien nutzen die freie Zeit für einen Kurzurlaub an der Küste.

Der 1. Mai ist internationaler Día del Trabajador, der Tag der Arbeit. An diesem Tag finden Paraden in allen größeren Städten des Landes statt. Am Batalla del Pichincha (24. Mai) wird vor allem in Quito der Sieg über die Spanier gefeiert und der 10. August ist der Tag der ersten Unabhängigkeitserklärung von Quito. Dieser Unabhängigkeitstag wird am 9. Oktober auch in der Stadt Guayaquil begangen. Hierfür werden die Städte jeweils in ausgelassene Partystimmung versetzt.

Alljährlich am 2. November, dem Día de los Difuntos (Allerseelen), treffen sich die Familien auf den Friedhöfen des Landes. Man gedenkt der Toten und schmückt die Gräber mit Tausenden bunter Blumen. Am 3. November feiert Cuenca seinen Unabhängigkeitstag mit Musik und Paraden.

Die Gründung der Stadt Quito wird am 6. Dezember begangen bis dann schließlich am 25. Dezember der Weihnachtsfeiertag im ganzen Land bevorsteht.

An anderen, nicht national festgelegten Feiertagen, Messen und Volksfesten bleiben die Geschäfte, Banken und Ämter geöffnet und viele Veranstaltungen finden nur regional statt. Zu ihnen zählen zum Beispiel der Kolumbustag, der Valentinstag, das Pfirsichfest, der Tag der Republikgründung, verschiedene Handwerkermessen, die internationale Bananenmesse mit der Wahl der Bananenkönigin sowie Stierkämpfe und Rodeos.

Im Februar finden der Día del Oriente (Entdeckung des Amazonas durch Francisco de Orellana) sowie auf den Galapagos-Inseln der Día de la Provincia statt, anlässlich derer Paraden mit Tänzen, Folklore und Ausstellungen abgehalten werden. Kurz danach findet die landesweite Karnevalswoche statt. Ein großer (jedoch offiziell verbotener) Spaß sind hier die schon Tage vorher stattfindenden Wasserschlachten, bei denen ausnahmslos alle Vorbeigehenden mit Eimern oder Wasserspritzen nass gemacht werden. In Ambato wird zur gleichen Zeit alljährlich ein großes Früchte- und Blumenfest veranstaltet.

Am 24. Juni stehen die Fiesta de San Juan (das Johannisfest) und die Fiesta de Nacimiento de Simon Bolívar (Geburtstag des Nationalhelden Simon Bolívar) an.

Anfang August wird in Esmeraldas das Unabhängigkeitsfest gefeiert. Mit Konzerten, Salsa und Marimba geht es in dieser Stadt ein paar Tage lang musikalisch zu. Im September werden vielerorts bunte Erntedankfeste mit Musik, Folklore und Tanz organisiert.

Am 21. November findet jedes Jahr zu Ehren der Jungfrau von El Quinche in der gleichnamigen Gemeinde ein Fest statt. An diesem Tag kommen Wallfahrer und Pilger aus dem ganzen Land zur Kirche der Jungfrau Reina del Quinche.

In der Silvesternacht wird mit Knallkörpern und mit der Verbrennung großer Figuren aus Pappmaché das neue Jahr begrüßt.

Egal an welcher Veranstaltung Sie teilnehmen, die meisten Ecuadorianer sind Fremden gegenüber recht aufgeschlossen und stolz auf ihre Traditionen. Sie werden Ihnen gern etwas über den Anlass des jeweiligen Festes erzählen, mit Ihnen essen, trinken und feiern. Trotz aller Ausgelassenheit ist jedoch immer auch ein gewisses Maß an Vorsicht angebracht, denn Sie sind als Tourist erkennbar und deshalb in der Menschenmenge schnell ein potenzielles Ziel für Taschendiebe.

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