Auswandern nach Kuba

Kuba gehört nicht zu den klassischen Auswanderzielen von Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, ihrem Heimatland dauerhaft den Rücken zu kehren.

Das ganzjährig milde Klima, herrliche Strände und die Lebenslust der Kubaner wecken bei einigen Menschen den Wunsch, auf die Karibikinsel auszuwandern und dauerhaft als Lebensmittelpunkt zu wählen. Aufgrund der politischen Strukturen in dem kommunistisch regierten Land ist das Leben auf Kuba mit zahlreichen Einschränkungen verbunden. Das Gesundheitssystem entspricht in vielen Punkten nicht westeuropäischen Standards. Es herrscht eine mangelnde Versorgung mit Medikamenten und ein Defizit an gut ausgebildetem Fachpersonal im Gesundheitsbereich. Hinzu kommen Probleme mit der Hygiene in den Krankenhäusern. Eine stabile Strom- und Wasserversorgung ist nicht durchgängig gewährleistet. Der Grad der Verschmutzung in den Städten ist verhältnismäßig hoch. Als Resultat hat das Land mit einer entsprechend großen Anzahl an Schädlingen zu kämpfen.

Die Versorgung mit Lebensmitteln, Gegenständen des täglichen Bedarfs und Gebrauchsgütern ist mangelhaft. Zudem sind viele Gegenstände unverhältnismäßig teuer. Der Erwerb von Grundeigentum ist aufgrund der kommunistischen Strukturen für Ausländer nicht möglich. Die staatlichen Immobilienunternehmen in Kuba vermieten Wohnraum an Ausländer zu extrem hohen Mieten. Einheimische dürfen Ausländer nur beherbergen, wenn sie eine gültige Lizenz zur Vermietung besitzen. Im anderen Fall drohen drakonische Geldstrafen und schlimmstenfalls die Enteignung. Das Auswandern nach Kuba ist von großen bürokratischen Hürden gekennzeichnet. Im Vorfeld ist es unbedingt angeraten, bei den kubanischen Behörden genaue Informationen über die Aufenthalts- und Arbeitsbestimmungen einzuholen.

In der Regel dürfen sich Ausländer mit einem Touristenvisum maximal nur 60 Tage im Land aufhalten. Wenn Sie sich länger auf der Karibikinsel aufhalten möchten, muss dieser Aufenthalt zweckgebunden sein. Besuche von Familien sowie Studien- und Arbeitsaufenthalte fallen unter diese Regelung. Zur Aufnahme einer Tätigkeit benötigen Sie eine ständige Aufenthaltsgenehmigung. Einer Erwerbstätigkeit können Sie nur bei staatlichen Einrichtungen und Unternehmen nachgehen. Die Bezahlung ist schlecht und erfolgt in der nichtkonvertierbaren Landeswährung Peso cubano. Umgerechnet werden nicht mehr als 10-20 USD monatlich gezahlt. Eine Entsendung über eine ausländische Firma ist ein anderer Weg, sich längere Zeit im Land aufzuhalten. Bedingung dafür ist eine gültige Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung. Wenn Sie planen nach Kuba auszuwandern, ist die Beherrschung der spanischen Sprache Grundvoraussetzung. Englisch wird auf der Karibikinsel kaum gesprochen.

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