Geschichte Kubas - ein kurzer Überblick

Den Wissenschaftlern zufolge wurde Kuba bereits seit der Zeit um 2000 v. Chr. besiedelt. Vor allem Indianer lebten auf der Insel. Kolumbus schließlich hat die Insel im Jahr 1492 offiziell entdeckt und für das spanische Königshaus in Besitz genommen. Anfang des 16. Jahrhunderts wurde die Insel von König Ferdinand und seinem Gefolge erobert und die hier ansässigen Indianer in der Folgezeit bekämpft.

Kuba Geschichte
Kuba hat an Geschichte viel zu bieten

Später wurde Kuba Teil des Vizekönigreichs Neu-Spanien und hatte fortan den Status eines Generalkapitanats.Interessant für die Spanier waren vor allem die Goldressourcen, die aber nicht lange vorhielten. Als das Gold immer weniger wurde, wanderten viele nach Mexiko aus. Erst im 17. Jahrhundert gab es eine zweite Besiedlungswelle, und die neu angekommenen Siedler gründeten zahlreiche Ortschaften.

Schnell bildeten die Weißen die Mehrheit auf der Insel. Der größte Anteil waren die von Spaniern geborenen Nachfahren, die sogenannten Kreolen. Da es zu einem Mangel an Arbeitskräften kam, wurden Sklaven aus Afrika eingeführt. Da diese relativ frei leben durften, haben sich viele afrikanische Bräuche bis heute in der kubanischen Kultur erhalten. Daneben sind religiöse Auswirkungen, hier allen voran der Katholizismus, weit verbreitet.

Auch gab es freie Schwarze, sodass viele Mischehen entstanden. Die aus diesen gemischtrassigen Beziehungen hervorgehenden sogenannten Mulatten stellten die Unter-und Mittelschicht in den Städten dar. Auf dem Land lebten sie oft als Kleinbauern.

Seit dem 18. Jahrhundert kamen britische Truppen nach Kuba, die von Havanna ausgehend das Land eroberten. Aber schon kurz darauf kam Havanna im Austausch gegen Florida wieder in spanische Hände. Infolge eines Sklavenaufstands auf Haiti 1791 flohen zahlreiche Großgrundbesitzer nach Kuba, wo sie begannen, Kaffee und Zucker anzubauen und die Plantagen brachten in der Folge den wirtschaftlichen Aufschwung.

Im 19. Jahrhundert gab es viele Unabhängigkeitskämpfe in Amerika und zu jener Zeit wurde Kuba die wichtigste Kolonie Spaniens. Auch hier ließen die Sklavenaufstände nicht lange auf sich warten.

Bis 1844 gab es acht große Sklavenaufstände, die niedergeschlagen wurden. In der Folge bildeten sich Parteien, die verschiedene Ziele verfolgten. Die Autonomisten wollten weiterhin Spanien angehören, aber mehr Eigenständigkeit. Die Annexionisten kämpften darum, dass Kuba den USA angeschlossen würde. Die Separatisten wollten eine Eigenständigkeit Kubas als Republik und die Monarchisten setzen sich für eine dauerhafte Lösung in Abhängigkeit von Spanien ein.

Nachdem alle Versuche gescheitert waren, sich von Spanien zu lösen oder wenigstens größere Unabhängigkeit zu erreichen, war Kuba die letzte große spanische Kolonie. Daraus folgte ein dreißigjähriger Guerillakrieg. Anfang des 20. Jahrhunderts waren die USA mehrfach militärisch auf Kuba vertreten. Kuba war zwar nicht souverän, war aber als Pseudo-Republik in Abhängigkeit von den USA ein kleines Stück vorangekommen. Schließlich regierte von 1925 bis 1933 Präsident Machado diktatorisch bis er nach erbittertem Widerstand durch einen Generalstreik gestürzt werden konnte und durch eine Interimsregierung ersetzt wurde.

Batista, ein Führer des folgenden Aufstands der Unteroffiziere, setzte der Interimsregierung jedoch noch im selben Jahr ein Ende. Er errichtete ein autoritäres System, dem er selbst vorstand. Schließlich kam ein später mit Kuba untrennbar verbundener Name ins Spiel: Fidel Castro. Der junge Rechtsanwalt bereitete mit Verbündeten den Sturz Batistas vor, der 1959 erfolgreich mit der Übernahme des Präsidentenamtes durch Fidel Castro selbst endete. Danach wurden Großgrundbesitzer enteignet, ein Verbot von Grundbesitz ausländischer Bürger erlassen und andere Reformen umgesetzt. Ab dem 17. Juli 1959 war Castro Regierungschef, während Torrado Präsident wurde.

1960 begannen die USA, ein Handelsembargo zu verhängen, welches schließlich von der damaligen BRD und vielen weiteren westlichen Staaten auch umgesetzt wurde. 1961 wurde die Sozialistische Republik Kuba ausgerufen.

Seither ist Kuba ein sozialistischer Staat, der auch dem RGW, der Wirtschaftsvereinigung der sozialistischen Staaten, angehörte. Das Ende des Kalten Krieges stürzte Kuba in eine katastrophale Wirtschaftskrise. 1994 kam es im Land zu Unruhen, da die Lebensumstände untragbar wurden. In der Folge setzte eine große Massenflucht der Bevölkerung ein und viele Flüchtlinge hatten die USA zum Ziel. Während Landwirtschaft und Industrie aufgrund der fehlenden Handelspartner immer mehr zusammenbrachen öffnete sich das Land dem Tourismus, der in der Folge einer der wichtigsten Wirtschaftszweige wurde.

Nachdem Fidel Castro sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegte, übernahm sein Bruder Raúl 2008, der zwar Reformen ankündigte, jedoch unter Beibehaltung des sozialistischen Weges.

Seither nimmt die Marktwirtschaft in Kuba zu. Die landwirtschaftliche Produktion soll wieder aufgenommen und ausgebaut werden.

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