Holguin - Kultur und Natur

Holguin ist eine Provinz im Nordosten von Kuba und hat mit mehr als 50 Traumstränden, zahlreichen Tauchrevieren und der gleichnamigen Hauptstadt landschaftliche und kulturelle Attraktionen zu bieten.

Holguin
Holguin - Kultur und Natur

Es war der Strand Bahia de Barray in der Provinz Holguin, an dem Christoph Kolumbus im Jahr 1492 zum ersten Mal die Karibikinsel Kuba betrat. Der feinsandige Strand ist von einer bergigen Landschaft eingerahmt. Der Silla de Gibara und der Mezquita de Colon sind die dominierenden Gipfel in dieser Region. Am Fuß der Berge ziehen sich naturbelassene Landschaften mit einer artenreichen Flora und Fauna entlang. Bekannt ist diese Region Kubas durch ihre zahlreichen archäologischen Fundstellen. Im Museum "Chorro de Maita" begeben Sie sich auf eine Zeitreise. Dort erhalten Sie einen umfassenden Einblick in das Leben der kubanischen Ureinwohner. Das Museum wurde an dem Ort errichtet, an dem der erste Friedhof aus prähistorischer Zeit entdeckt wurde. In den Ausstellungsräumen können Sie die Muschel-, Keramik- und Goldarbeiten sowie einige Kultgegenstände der Ureinwohner bewundern.

Die Provinz Holguin hat auf einer Küstenlänge von mehr als 40 Kilometern eine Fülle an paradiesischen Stränden zu bieten. Die Playa Esmeralda und der Strand von Guardalavaca zählen zu den schönsten Stränden in Kuba. Mehr als 40 Meter ist die feinsandige weiße Uferzone an einigen Stellen breit und fällt sanft ins Meer ab. Guardalavaca gehört mit seinen Hotels und Freizeitangeboten zu den aufstrebenden Touristenorten auf der Karibikinsel. Einige hervorragende Tauchreviere mit prächtigen Korallenstöcken und einer farbenfrohen Unterwasserwelt finden Sie an der Playa Pesquero. Gehen Sie auf Entdeckungstour unter der Wasseroberfläche und beobachten Sie die bunten Fischschwärme in dem glasklaren Wasser. Ein nahezu unberührtes Naturparadies mit 12 menschenleeren Traumstränden erwartet Sie im Nordosten der Provinz Holguin. Die Insel Cayo Saetia ist ein kubanisches Naturschutzgebiet und mit dem Festland über einen Damm verbunden. In den dichten Wäldern der Insel leben Antilopen, Rotwild und Wildschweine.

Die gleichnamige Hauptstadt der Provinz Holguin wurde von spanischen Eroberern bereits im 16. Jahrhundert gegründet, bekam aber erst im Jahr 1752 das Stadtrecht verliehen. Rund 350.000 Menschen leben in der kubanischen Großstadt. Hier hat der römisch-katholische Bischof seinen Sitz. Eindrucksvoll erhebt sich die Kathedrale San Isidro mitten im Stadtzentrum. Sie wurde im Jahr 1720 erbaut. Jeden Morgen verwandelt sich die Umgebung der Kirche in ein farbenprächtiges Blütenmeer, wenn die Händler ihre Stände auf dem Blumenmarkt aufbauen. Unmittelbar am Park Calixto Garcia liegt das Museo Provincial de Historia. Das monumentale Gebäude wurde im klassizistischen Stil errichtet und diente früher als Kasino und Ballsaal. Heute ist das Museum für Geschichte in den Räumen untergebracht. Wenn Sie sich für die Naturgeschichte Kubas interessieren, können Sie dem naturhistorischen Museum einen Besuch abstatten, das sich in unmittelbarer Nähe befindet.

Die Großstadt Holguin ist von herrlichen Landschaften umgeben. Unternehmen Sie einen Ausflug in den Südosten der Stadt in den Nationalpark Parque Nacional La Mensura. Faszinierende Naturgegensätze bilden der dichte Bergregenwald und die ausgedehnten Kieferwälder im Park. Unmittelbar vor den Toren der Stadt liegt der Hügel Loma de la Cruz. Erklimmen Sie über eine Treppe mit mehr als 450 Stufen den Gipfel des kleinen Berges und genießen Sie einen atemberaubenden Blick über die Stadt und die umliegenden Naturlandschaften. Einen weiteren interessanten Aussichtspunkt finden Sie 10 Kilometer südöstlich von Holguin. Vom Mirador de Mayabe öffnet sich die Sicht auf ein beschauliches Tal mit weitläufigen Obstplantagen. Die Altstadt von Holguin bildet ein zauberhaftes Gebäudeensemble aus der Kolonialzeit. Die reich verzierten bunten Häuser sind hier in einem besseren Erhaltungszustand, als in anderen Orten der Karibikinsel. Ein Beispiel für die abweisende sowjetische Betonarchitektur bildet der Platz der Revolution im Osten der Metropole. Neben einem Denkmal für die Helden der kubanischen Unabhängigkeitskriege befindet sich an dem Platz das Mausoleum für den Freiheitskämpfer Calixto Garcia.

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