Santiago de Cuba - Lebensfreude pur

Salsa-Rhythmen und karibisches Flair kennzeichnen den Charakter von Santiago de Cuba. Die ausgelassene Lebensfreude der Einwohner macht die Stadt zu einem pulsierenden Zentrum im Süden Kubas.

Santiago de Cuba
Santiago de Cuba - mehr als Destillerie Bacardi

Santiago de Cuba ist nach Havanna die zweitgrößte Stadt der Karibikinsel. Knapp eine halbe Million Menschen leben in der lebendigen Metropole im Süden des Landes. Von 1524 bis 1549 war Santiago de Cuba die Hauptstadt Kubas. Danach wurde Havanna zur bedeutendsten Stadt auf der Insel. Den Titel als heimliche Hauptstadt trägt die Metropole noch heute. Im Jahr 1514 gründete der spanische Seefahrer Diego de Valázquez Santiago de Cuba im äußersten Südosten des Landes. Im Lauf der Jahrhunderte war die Stadt aufgrund ihrer geografischen Nähe zu Haiti und Jamaica immer wieder Anlaufpunkt für Einwanderer. Die Eröffnung von Kupferminen in der Umgebung von Santiago de Cuba führte zu einem Anwachsen des Sklavenhandels. Noch heute ist der überwiegende Teil der Stadtbevölkerung dunkelhäutig. Ab dem 16. Jahrhundert erlebte die Stadt durch den zunehmenden Seehandel einen wirtschaftlichen Aufschwung und gelangte zu einem beachtlichen Wohlstand. In der Folge wurde Santiago de Cuba immer wieder zum Ziel von Piratenüberfällen. Zum Schutz gegen die Übergriffe der Freibeuter wurde im Jahr 1640 eine gewaltige Festung an der Hafeneinfahrt errichtet. Die Festungsanlage El Morro können Sie heute besichtigen.

Eine Blütezeit erlebte Santiago de Cuba im 18. Jahrhundert, als sich rund 30.000 Flüchtlinge aus Haiti in der Stadt niederließen und der Metropole mit dem Kaffeeanbau zu großem Wohlstand verhalfen. In dieser Zeit entstanden prunkvolle Paläste und reich verzierte Villen im Stadtgebiet. Gleichzeitig wurden weitere Verteidigungsbauwerke errichtet, die einen wirkungsvollen Schutz gegen Piratenangriffe boten. Bis in das 20. Jahrhundert war Santiago de Cuba immer wieder Schauplatz verschiedener Unabhängigkeitskriege. Den vorläufigen Abschluss fanden die bewaffneten Auseinandersetzungen mit der kubanischen Revolution, die in der Stadt ihren Anfang nahm. Der Revolutionsführer und spätere Präsident Fidel Castro hielt in der Stadt seine erste Siegesrede.

Auf einem Bummel durch die Innenstadt von Santiago de Cuba passieren Sie die geschichtsträchtigen Bauwerke der einstigen kubanischen Hauptstadt. Idealer Ausgangspunkt für eine Besichtigungstour ist der zentral gelegene Parque de Cespedes. Der Park ist das quirlige Zentrum der Metropole. Hier treffen sich die Einheimischen auf ein Gespräch und Straßenmusikanten verbreiten karibische Klänge auf den Wegen. Direkt neben der Parkanlage erhebt sich die imposante Kathedrale. Das heutige Bauwerk entstand auf den Grundmauern einer Kirche aus dem Jahr 1516 und wurde 1922 fertiggestellt. Gegenüber der Kirche befindet sich das alte Rathaus. Vor diesem Gebäude hielt Fidel Castro seine bekannte Rede. Die Casa Diego Valázquez ist das älteste Haus Kubas und beherbergt heute ein Museum für Kolonialkunst aus mehreren Jahrhunderten. Das Gebäude wurde im Jahr 1516 als Wohnsitz für den damaligen Gouverneur erbaut. Zu den schönsten Gebäuden in Santiago de Cuba gehört das Hotel Casa Grande. In einer gemütlichen Atmosphäre können Sie hier unzählige Teesorten verkosten.

Santiago de Cuba ist die Heimat karibischer Rhythmen und Salsaklänge. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstand in der Stadt der kubanische Nationalrhythmus Son. Die Originalmusik wird in den zahlreichen authentischen Musikhäusern der Stadt in den Abendstunden gespielt. In den sogenannten "Trovas" treten kubanische Bands mit ihrer rhythmusbetonten Live-Musik auf. Im Stadtgebiet von Santiago de Cuba entstand an vielen Orten eine Mischung aus karibischer Kolonialarchitektur mit afrikanischen Einflüssen. Im afro-kubanischen Haus erleben Sie anschaulich diese einzigartige Verbindung unterschiedlicher Kulturen. Gegenüber der Stadt liegt die lang gestreckte Bucht von Santiago. Nehmen Sie an einem Ausflug zur wunderschön gelegenen Isla Granma teil und statten Sie den beeindruckenden Festungen und Verteidigungsanlagen einen Besuch ab. Rund 20 Kilometer vor den Toren der Stadt liegt der idyllische Naturpark Baconao. Die einzigartige Naturlandschaft gehört seit 1987 zu den UNESCO-Biosphärenreservaten und ist Heimat für eine Fülle seltener Tier- und Pflanzenarten.

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