Medien auf Kuba Zeitungen/TV/Radio/Internet

Vor allem die Presse steht unter Beobachtung und Zensur. Es gibt unter anderem die "Granma", die "Juventud Rebelde", und die "Bohemia". Unabhängiger Journalismus ist strengstens untersagt.

Seit der Wirtschaftskrise 1993 ist das Angebot an Printmedien, unter anderem Zeitungen und Bücher zurückgegangen. Moderne Medien wie Fernsehen und Internet hingegen bieten ein wachsendes Angebot an Informationen. Jedoch ist dabei zu berücksichtigen, dass sich die kubanischen Medien im Staatsbesitz befinden und das Internet für private Haushalte nur unter Auflagen nutzbar ist. Das Medienwesen wird stark für die Propaganda des Staates genutzt und auch staatlich beeinflusst.

Kuba hat fünf staatliche Fernsehsender. Fast alle Haushalte haben einen Fernseher, auch wenn die Geräte oft sehr alt sind. Satellitenempfang ist für Privathaushalte verboten. Touristische Einrichtungen wie Hotels empfangen das nationale Kabelnetz, in das einige internationale Sender eingespeist werden. Es gibt zahlreiche Radiosender, auch solche mit reinem Musikprogramm. Ausländische Radiosender können frei empfangen werden, sofern dies technisch möglich ist.

Internetverbindungen sind nur unter strengen Auflagen möglich. Ein Backbone, welches 1994 für Ärzte installiert wurde, unterliegt der staatlichen Kontrolle. Internetzugänge sind aber ohnehin so teuer, dass sie für die breite Masse der Bevölkerung nicht in Frage kommen. Meist muss man im Besitz von Devisen sein. Der E-Mail-Verkehr wird überwacht. Kuba gilt als Feind des Internets, wobei auf 100 Einwohner etwa sieben Computer kommen.

Nichtsdestotrotz entwickelt sich auch hier das Internet immer weiter und kann nicht wirklich aufgehalten werden. Seit 2011 gibt es für die Studenten ein Programm im Intranet, ähnlich Facebook, welches ebenfalls überwacht wird. Kenner sagen, dass Kuba sich selbst von der Welt abschneidet, wenn es weiterhin den Zugang zum internationalen Internet verbietet. Aber eine Aufhebung der Verbote ist vorerst nicht in Sicht. 2008 wurde immerhin die Beschränkung für den Kauf von Mobiltelefonen gelockert.

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