Medien in Mexiko Zeitungen/TV/Radio

Die mexikanischen Printmedien haben gegenüber Fernsehen und Radio einen schweren Stand. Obwohl es zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften gibt, sind deren Verkaufszahlen dem weltweiten Trend folgend rückläufig. In Mexiko sorgt eine hohe Analphabeten-Rate zusätzlich dafür, dass Fernsehen und Radio wichtiger als Printmedien sind.

Es gibt mehrere hundert regionale und nationale Fernseh- und Radiosender, die die Bevölkerung über die wichtigsten Nachrichten und das Weltgeschehen informieren. Mehr als 80 Prozent davon gehören dem Medienkonzern "Televisa" und machen ihn damit zum größten privaten Anbieter von Fernseh- und Radioprogrammen in der spanischsprachigen Welt.

Die beiden wichtigsten und einflussreichsten Tageszeitungen sind "El Universal" und "Excelsior", die beide tendenziell der ehemaligen Regierungspartei PRI zugetan sind. Die im Jahr 1993 gegründete "Reforma" identifiziert sich hingegen eher mit der Politik der aktuell regierenden rechtsliberalen PAN.

Allein in der Hauptstadt gibt es über 32 Tageszeitungen, die von wenigen Unternehmen kontrolliert werden. Die "La Jornada" ist eine liberale Zeitung, die im Vergleich zu anderen Medien relativ offen über den Zapatistenaufstand des Jahres 1994 berichtete. Journalisten leben in Mexiko gefährlich. Sie werden immer wieder, vor allem im Zusammenhang mit Berichten über die Drogenkriege, ermordet.

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