Wetter, Klima und Reisezeit in Mexiko

Mexiko liegt zwischen 14° und 32° nördlicher Breite, wobei der nördliche Teil des Landes außerhalb der Tropen liegt. Nur die südlichen Regionen Mexikos befinden sich im tropischen Klimabereich, wobei man hier vor allem in den niedriger gelegenen Teilen von einem durchgehend tropischen Klima reden kann, denn wie grundsätzlich in den Bergen nehmen auch hier die Temperaturen mit zunehmender Höhe ab.

Dies ist bei einer Reise durch Mexiko durchaus zu bedenken, da immerhin zwei Drittel des Landes auf Hochplateaus liegen, die von hohen Gebirgen durchzogen werden. Trotz der Höhe herrschen hier jedoch allgemein viel wärmere Temperaturen als Sie es beispielsweise aus den Alpen gewohnt sind. Nachts und im Winter kann es aber trotzdem mitunter empfindlich kühl werden.

Das Klima in Mexiko wird auch durch Einflüsse von außen, wie etwa den Strom von Kalifornien, bestimmt. Beim Strom von Kalifornien handelt es sich um einen kühlen Strom, welcher südwärts entlang der Pazifikküste zieht. Er mindert einerseits nicht nur die Wasser-, sondern auch die Lufttemperaturen und sorgt andererseits für ein sehr trockenes Klima in seinem Einflussbereich. Die Strömung sowie der Einfluss von Tiefdruckgebieten aus dem Nordpazifik sorgen im Nordwesten Mexikos für ein wüstenähnliches Klima, ähnlich den südlichen Bundesstaaten der USA. Überhaupt ähneln die klimatischen Bedingungen im Norden des Landes stark denen des nördlichen Nachbarn. Die Winter sind kalt, die Sommer dafür heiß und mitunter sehr trocken.

Während die Westküste durch die schützenden Höhenzüge Mexikos vor kalten Winden aus dem Norden weitestgehend verschont bleibt, können diese an der Ostküste die Temperaturen bis nach Veracruz beeinflussen. Grundsätzlich wird das Wetter an der Ostküste jedoch von warmen Strömen aus der Karibik und von tropischen Nordostwinden bestimmt. Im Sommer gibt es hier auch eine Regenzeit, was die Region zur niederschlagsreichsten des Landes macht. Im restlichen Mexiko fallen die meisten Niederschläge normalerweise in den Monaten Mai bis Oktober. Die Pazifikküste und die Baja California sind dagegen mit weniger als 250 mm Niederschlag im Jahr sehr trocken.

Im Landesinneren spielt die vorherrschende Höhe eine das Wetter bestimmende Rolle. Generell kann man die klimatischen Zonen nach ihrer Höhenlage unterscheiden. Abgesehen von den Küsten und der Halbinsel Yukatan liegen die meisten Regionen in Mexiko in einer Höhe von über 600 Metern. Hier kann es nachts und im Winter auch tagsüber empfindlich kalt werden. In den Regionen ab 1.800 Metern sind Frost während der Nacht und Schnee im Winter keine Seltenheit. Letzterer bleibt aber in Höhenlagen von unter 3.000 Metern nie lange liegen, da die Durchschnittstemperaturen trotz allem zu warm sind.

Im Großteil des Landes scheint ganzjährig meist die Sonne und es herrschen warme bis heiße Temperaturen. Im Landesinneren ist es oft sehr sonnig bei wolkenlosem Himmel. An den Küsten können dagegen vor allem zwischen August und Oktober immer wieder einmal tropische Stürme vorkommen, die starke Winde und heftige Regenfälle mit sich bringen. Tendenziell sind die Stürme an der Ostküste etwas heftiger als jene an der Westküste. Zuletzt hat im Juli 2010 der Hurrikan "Alex" eine Spur der Verwüstung hinterlassen.

Eine optimale Reisezeit für Mexiko lässt sich schwer definieren. Generell können Sie aber davon ausgehen, dass im Winter von Dezember bis März bessere Bedingungen herrschen, da es dann nicht ganz so schwül und auch weniger regnerisch als während des restlichen Jahres ist. Die Temperaturen sind aber noch durchaus angenehm. Rechnen Sie während dieser Zeit aber in den Höhenlagen, so auch in der Hauptstadt, mit frostigen Nächten und mitunter auch recht kühlen Temperaturen tagsüber. Solange Sie sich aber darauf einstellen und auch warme Kleidung im Gepäck haben, dürften ein paar kühlere Tage Ihre Reise nicht beeinträchtigen.

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