Mérida - Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán

Die Stadt Mérida ist die Hauptstadt des mexikanischen Bundesstaates Yucatán und ein beliebter Ausgangspunkt für Besichtigungstouren, die zu den historischen Stätten der alten Maya-Kulturen führen.

Mérida
Mérida - Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán

Das heutige Stadtgebiet von Mérida war schon lange vor der Ankunft der spanischen Eroberer besiedelt. Die ersten spanischen Siedler fanden bei ihrer Ankunft pyramidenähnliche Plattformen vor, die sie zum Teil detailliert beschrieben. Das größte Bauwerk war eine 10 Meter hohe Tempelpyramide mit einer Kantenlänge von 120 Metern. Hier entstand mit der spanischen Besiedlung ein Franziskanerkloster, das später zum Festungsanlage San Benito umgebaut wurde. Weitere Tempelbauten und Wohnkomplexe konnten in der Vergangenheit mithilfe moderner geologischer Messinstrumente nachgewiesen werden. Es wird vermutet, dass die vorspanische Siedlung eine ähnlich große Bedeutung wie die Maya-Metropolen Uxmal und Chichén Itzá besaß. Im Jahr 1542 erfolgte die Umbenennung der alten Maya-Stadt in Mérida. In Spanien existiert eine Stadt gleichen Namens, in der die Römer kolossale Bauwerke errichteten, die heute zum größten Teil abgetragen und verfallen sind.

Im mexikanischen Mérida siedelten sich zunächst einige Familien an. Das heutige Rathaus wurde im Jahr 1735 errichtet. Die Stadt hat zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu bieten, die Sie im Rahmen eines Stadtbummels entdecken und besichtigen können. Den pulsierenden Mittelpunkt der etwa 800.000 Einwohner zählenden Metropole bildet der Plaza de la Independencia. An diesem Platz erhebt sich die Kathedrale mit den charakteristischen beiden Türmen. Sie wurde zwischen 1561 und 1598 errichtet. Als Baumaterial dienten die Steine der zuvor zerstörten Tempelanlagen der ursprünglichen Maya-Siedlung. Eine riesige Christus-Figur, die den gekreuzigten Sohn Gottes zeigt, dominiert den Innenraum. Der einstige Palast des Bischofs befindet sich südlich der Kathedrale und ist heute ein Museum. Zahlreiche Werke einheimischer Künstler werden dort ausgestellt. Der zentrale Platz wird an der Südseite vom ehemaligen Palast der Familie Montejo begrenzt. Das Bauwerk stammt aus dem Jahr 1549 und besitzt ein aufwendig geschmücktes Portal mit zahlreichen Steinfiguren. In dem Gebäude ist heute eine Bank untergebracht.

Das Rathaus aus dem Jahr 1735 befindet sich an der Westseite der Plaza de la Independencia. Das Gebäude spielte in der Geschichte der mexikanischen Halbinsel eine große Rolle. Vom Balkon des Rathauses wurde im Jahr 1821 die Unabhängigkeit des Bundesstaates Yucatán verkündet. Der Gouverneurspalast begrenzt den Platz an der nördlichen Seite. Der Parque Hidalgo mit der Kirche Iglesia de Jesus befindet sich unweit des zentralen Treffpunktes. Jesuitenmönche ließen die Kirche im Jahr 1618 aus den Steinen abgerissener Maya-Tempel erbauen. Obwohl die spanischen Besatzer peinlich genau darauf bedacht waren, sämtliche Symbole und Ornamente der alten Maya-Kultur zu tilgen, sind an zwei Steinen in der Außenfassade der Kirche noch Überreste der alten Reliefs zu erkennen.

Durch die Stadt Mérida verläuft mit der Paseo Montejo ein breiter Prachtboulevard, der von zahlreichen Villen aus dem 19. Jahrhundert gesäumt wird. In dieser Straße befindet sich auch das Anthropologische Museum von Mérida, das zahlreiche Ausstellungsstücke, die bei Grabungsarbeiten gefunden wurden, zeigt. Mérida ist das kulturelle Zentrum des mexikanischen Bundesstaates Yucatán. Ganzjährig finden viele unterschiedliche Veranstaltungen in der Stadt statt. Beim Straßenfest Mérida en Domingo treffen sich die Einwohner immer sonntags auf der Plaza de la Independencia. Dabei wird die gesamte Innenstadt zur Fußgängerzone und in den Straßen wird Livemusik gespielt und es finden künstlerische Darbietungen statt. Der Karneval in Mérida gilt als der schönste und farbenprächtigste auf der gesamten mexikanischen Halbinsel. Mit täglichen Aufführungen und Veranstaltungen lockt das Theater der Stadt die Besucher an. Auf dem lebhaften Markt der mexikanischen Stadt tauchen Sie in ein buntes Gewimmel aus Händlern und Kunden ein. Neben Obst und Gemüse werden handgefertigte Kunstgegenstände, bunte Kleidungsstücke und Schmuck angeboten. Der Markt bietet eine hervorragende Gelegenheit, Souvenirs aller Art zu erwerben. Handeln ist Pflicht und das Feilschen um den besten Preis gehört auf dem Markt zum Alltag.

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