Feiertage, Events und Festivals in Peru

An den offiziellen Feiertagen bleiben die Geschäfte und öffentlichen Einrichtungen in Peru geschlossen. Viele Pendler nutzen die Zeit für Besuche bei den Angehörigen. Aus diesem Grund ist an den Feiertagen mit einem erhöhten Reiseaufkommen zu rechnen.

Folgende Termine gehören zu den offiziellen Feiertagen in Peru:

Den Auftakt bildet das traditionelle Neujahrsfest Año Nuevo am 1. Januar. Danach folgen die Osterfeiertage in der Karwoche. Anders als in Deutschland ist bereits der Gründonnerstag in Peru ein offizieller Feiertag, gefolgt vom Karfreitag. In den Anden ist die Osterwoche der wichtigste religiöse Zeitraum des Jahres. In der Stadt Ayacucho erlöschen am Abend des Karfreitags alle Lichter. Damit wird die Prozession des Christus von Calvary eingeleitet. Am Ostersonntag findet die nächste Prozession statt, in deren Verlauf die Auferstehung von Jesus Christus mit einem Feuerwerk angekündigt wird.

Am 1. Mai wird mit dem Dia de los Trabajadores der Tag der Arbeit feierlich begangen. Danach folgt das Fest vom Heiligen Petrus und Heiligen Paulus am 29. Juni. Anlässlich des Fronleichnams werden in einigen Regionen des Landes historische Inkatraditionen wiederbelebt. Heiligenfiguren werden in prunkvollen Prozessionen durch die Straßen getragen und die Veranstaltung wird von Tänzen, Musik und Feuerwerk begleitet. Nach der Festtagsprozession und dem Einzug der verehrten Figuren in die Kirche finden vielerorts Feste statt, bei denen sich die Einwohner auf der Straße treffen und den Tag bei kulinarischen Köstlichkeiten sowie Bier und Chicha ausklingen lassen.

Einen Monat später am 28. und 29. Juli wird der peruanische Unabhängigkeitstag gefeiert. Die Feierlichkeiten werden von Musikveranstaltungen begleitet, die bereits am Vorabend des ersten Feiertages ihren Anfang nehmen. Am 28. Juli findet in der Hauptstadt Lima eine Militärparade statt und der Präsident besucht das Ta Deum in der Kathedrale der Millionenmetropole. Zu diesem Anlass werden darüber hinaus mit der Feria del Hogar die größte Messeveranstaltung Perus und mit der Feria de la Molina ein bedeutendes internatonales Musikfestival eröffnet. In einigen Landesteilen werden am peruanischen Unabhängigkeitstag Landwirtschafts- und Viehmessen abgehalten.

Die nächsten offiziellen Feiertage im Jahresverlauf sind der Tag der Heiligen Rosa von Lima am 30. August und am 8. Oktober der Tag der nationalen Würde. An diesem Tag wird der Schlacht von Angamos gedacht. Dabei handelt es sich um ein Seegefecht, das im Jahr 1879 im Salpeterkrieg zwischen Chile und Peru stattfand. Im Verlauf der Schlacht wurde der peruanische Admiral und Nationalheld Miguel Grau Seminario getötet.

Der erste Feiertag in den letzten beiden Monaten des Jahres ist Allerheiligen am 1. November. Danach folgt am 8. Dezember Maria Empfängnis, bevor am 25. Dezember das Weihnachtsfest stattfindet. In einigen Regionen des Landes ist der Heiligabend am 24. Dezember zur Hälfte arbeitsfrei. Der 26. Dezember ist, anders als in Europa, kein offizieller Feiertag in Peru.

Neben den offiziellen Feiertagen finden im Jahresverlauf zahlreiche Festivals und Events in Peru statt. Rund 3.000 Folklore-Festivals werden alljährlich in verschiedenen Regionen abgehalten. Zu den wichtigsten Veranstaltungen dieser Art gehört das Festival de la Marinera in Trujillo. Marinera gehört zu den elegantesten und bedeutendsten folkloristischen Tänzen Perus und anlässlich des Wettbewerbes in der Stadt Trujillo treten Tanzpaare aus allen Teilen des Landes gegeneinander an. Eine Huldigung an das alte Inkareich ist das Festival Inti Raymi zur Zeit der Wintersonnenwende, das auf der Südhalbkugel am 24. Juni stattfindet. Als Veranstaltungsort dient die alte Festung Sacsayhuaman außerhalb von Cusco. Dort huldigen Tausende Akteure dem Sonnengott der Inkas und halten mit ihren Ritualen die Erinnerung an die alte Kultur lebendig. Begleitet wird die Veranstaltung von einem Prozessionszug, der sich langsam und würdevoll auf die Festung zubewegt. Das bedeutendste Event im Oktober ist das Fest Señor de los Milagros in der peruanischen Hauptstadt Lima. Im Rahmen dieser vielfältigen Prozession wird die Sänfte des "Herrn der Wunder" mehrere Tage lang durch die Straßen der Stadt getragen.

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